Unfallforschung der Versicherer: Weniger Unfälle, Tote und Verletzte sind kein Grund zur Entwarnung

23.05.2013, Pressemitteilung der Versicherungswirtschaft

Obwohl im ersten Quartal 2013 deutlich weniger Menschen im Straßenverkehr ums Leben (- 19,4 Prozent) kamen oder verletzt (- 15,1 Prozent) wurden als im Vorjahr, warnt Siegfried Brockmann von der Unfallforschung der Versicherer (UDV) vor den falschen Schlüssen. „Diesen Rückgang verdanken wir vor allem dem Wetter“. Zwar werden Fahrzeugtechnik und Straßeninfrastruktur immer besser und helfen Unfälle zu vermeiden, doch das Wetter bleibt ein entscheidender Faktor. Der lange Winter 2013 hat Motorrad- und Fahrradfahrern den Spaß verdorben und dadurch viele schwere Unfälle vermieden. Das zeigen vor allem die geringen Unfallzahlen im März.

Eine Jahresprognose lässt sich jetzt noch nicht geben. Denn gutes Sommerwetter und ein später, milder Winter können die positive Unfallentwicklung noch abschwächen oder gar umkehren. „Wird der Sommer schön und hält sich der Winter mit Eis und Schnee zurück, können die Unfallzahlen auch wieder steigen“, so Brockmann, „deshalb müssen alle Maßnahmen, die die Verkehrssicherheit erhöhen, weiter konsequent verfolgt werden.“

Die Gesamtzahl der Unfälle bis Ende März 2013 lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 1,4 Prozent niedriger als in den ersten drei Monaten des Jahres 2012. Insgesamt registrierte die Polizei rund 556.200 Unfälle. Darunter ereigneten sich 52.400 Unfälle mit verletzten Personen (- 16,2 Prozent) und rund 503.700 Unfälle ausschließlich mit Sachschäden (+ 0,5 Prozent). 619 Menschen starben in diesem Zeitraum 149 Personen weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verletzten ist im ersten Quartal ebenfalls stark zurückgegangen, nämlich um 15,1 Prozent auf etwa 68.800 Personen.


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