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Einbruchdiebstahl: Es geschieht am helllichten Tag

Düsseldorf, 01.06.2015. Verband öffentlicher Versicherer

Eine unangenehme Vorstellung: Bei der Rückkehr nach Hause ist die Terrassentür aufgebrochen, die Wohnung durchwühlt, Wertgegenstände sind verschwunden. Im letzten Jahr sind durch Einbruchdiebstahl versicherte Schäden in Höhe von fast einer halben Milliarde Euro entstanden. Die Einbrecher sind vor allem auch auf hochwertige Technik wie Notebooks, Kameras oder Smartphones aus. Was viele nicht wissen: Die meisten Einbrüche geschehen am helllichten Tag, wenn die Bewohner zum Beispiel auf der Arbeit sind. In jedem fünften Fall sind die Bewohner beim Einbruch anwesend. Mit einigen Vorkehrungen lassen sich die Diebe jedoch effektiv abschrecken.

150.000 versicherte Einbruchs-Fälle gab es im vergangenen Jahr laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Damit ist die Zahl der Einbruchdiebstähle 2014 auf dem hohen Vorjahresniveau geblieben. In den letzten fünf Jahren stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche um 35 Prozent. Besonders hoch ist das Einbruchrisiko laut GDV für Bewohner von Erdgeschosswohnungen und Einfamilienhäusern. Vor allem in den Herbst- und Wintermonaten sind viele Einbrecher unterwegs.

Mehr als die Hälfte der Einbrüche wird zwischen 10 und 18 Uhr verübt, also am helllichten Tag. Aus Sicht des Einbrechers sollte es dann natürlich schnell gehen, um nicht entdeckt zu werden. Entscheidend sind die ersten fünf Minuten. Schafft es der Täter nicht, in dieser Zeit in Haus oder Wohnung zu gelangen, lässt er meist von seinem Vorhaben ab.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Bereits mit einigen wenigen Sicherheitsvorkehrungen können Bewohner den Einbrechern ihr Vorhaben erschweren. Dazu gehört es zum Beispiel, Türen immer abzuschließen und diese nicht nur zuzuziehen. Generell gilt es, auf die Details zu achten. Selbst ein robuster Sperrbügel ist wertlos, wenn sich die Scharniere leicht lösen lassen. Fenster sollten beim Verlassen der Wohnung immer geschlossen werden. Auch wenn man nur für kurze Zeit aus dem Haus ist: Kein noch so gutes Schloss hilft, wenn das Fenster gekippt ist. Abschließbare Fenster- und Terrassengriffe bieten zusätzlichen Schutz. Wichtig gerade in der kommenden Reisezeit: Während des eigenen Urlaubs sollten Nachbarn ab und an den Briefkasten leeren, die Rollläden wenn möglich tagsüber hoch- und abends heruntergefahren werden.

Hausrat ausreichend versichern

Wenn es doch zu einem Einbruch kommt, ist ein ausreichend hoher Versicherungsschutz für das Inventar wichtig. Für die Wiederbeschaffungskosten von gestohlenem Hausrat kommt die Hausratversicherung auf. Gerade nach größeren Anschaffungen empfiehlt es sich daher, den Versicherungsschutz entsprechend anzupassen. Bei wertvollem Hausrat ist es hilfreich, Kaufbelege aufzubewahren. Diese kann man bei einem Einbruch dann der Liste der gestohlenen Gegenstände beifügen. Die Hausratversicherung übernimmt auch die Kosten für notwendige Reparaturen nach dem Einbruch, zum Beispiel bei aufgebrochenen Türen.

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