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Unfallforschung der Versicherer: SUV im Unfallgeschehen unauffällig

28.09.2011, Pressedienst der Versicherungswirtschaft

Eine neue Fahrzeugkategorie erobert seit mehr als zehn Jahren Deutschlands Straßen: Sportliche Geländewagen, so genannte Sport Utility Vehicles (SUV). Mit steigenden Zulassungszahlen nimmt auch deren Unfallbeteiligung zu. Aus diesem Grund hat die Unfallforschung der Versicherer (UDV) in einer Studie SUV und deren Fahrer unter die Lupe genommen und in Crashtests spezifische Risiken offengelegt.

Während bei den SUV-Fahrern weitgehend Entwarnung gegeben werden kann – sie unterscheiden sich kaum von anderen Autofahrern – gibt es bei den in der Regel „hochbeinigen“ Fahrzeugen doch große Unterschiede im Gefährdungspotential. Auch wenn es mit SUV nicht häufiger zu schweren Unfällen kommt als mit anderen Autos, so sind die unmittelbaren Folgen beispielsweise eines Seitenanpralls vor allem großer Geländewagen auf die Unfallgegner weitaus schwerer. Das zeigt auch der letzte Crashtest innerhalb einer Reihe von Seitenaufprallversuchen gegen einen Kompakt-Pkw. Während beim Seitenanprall mit der Front eines gleichartigen Pkw oder kleinen SUV nur leichte beziehungsweise mittelschwere Verletzungen des Unfallopfers zu erwarten sind, „verletzt“ ein großer SUV beim 40 km/h-Aufprall den Dummy deutlich schwerer.

Siegfried Brockmann, Leiter der UDV: "SUV-Fahrer sind nicht das Problem, eher schon manche SUV-Fahrzeuge." Ihre Karosseriestruktur muss der von Pkw angeglichen werden, um Höhendifferenzen auszugleichen. Außerdem sollten automatische Notbremssysteme Pflicht werden. "Wenn die große Masse eines SUV rechtzeitig abgebremst wird", so Brockmann, "sind auch die Unfallfolgen nicht so gravierend."

Für die Studie "Sport Utility Vehicles (SUV) im Unfallgeschehen" wurden mittels einer Sonderabfrage beim Statistischen Bundesamt Unfälle mit Personenschäden von SUV analysiert und mit der Unfallsituation "normaler" Pkw verglichen. Zudem wurden mit Hilfe der Unfalldatenbank der UDV Geländewagenunfälle in großer Detailtiefe untersucht. In einem dritten Schritt wurde das Verkehrsverhalten von SUV-Fahrern betrachtet. Dazu wurden Daten der Studie "Verkehrsklima 2010" der UDV, sowie Daten des Kraftfahrtbundesamtes und einer Kundenbefragung genutzt.

Erkenntnisse hieraus:

•    Bei globaler Betrachtung unterscheidet sich das Unfallgeschehen von SUV verglichen mit allen Pkw bei Unfällen mit Personenschaden kaum.
•    Ebenso wenig gibt es ein "besonderes Fehlverhalten" von SUV-Fahrern.
•    Die vom Pkw bekannte typische Risikogruppe der jungen Fahrer ist bei SUV unterrepräsentiert.
•    Bei Kollisionen zwischen Pkw und SUV haben die Pkw-Insassen ein deutlich höheres Risiko verletzt oder gar getötet zu werden, insbesondere, wenn der SUV groß ist und/oder einen Leiterrahmen hat.
•    SUV-Halter sind häufiger selbständig oder leitende Angestellte und fahren jährlich 30 Prozent mehr als durchschnittliche Autofahrer.
•    SUV-Fahrer fühlen sich sicherer im Straßenverkehr, schätzen den eigenen Fahrstil etwas entspannter, aber auch etwas weniger vorschriftsmäßig ein.

Fazit:

•    SUV-Fahrer sind als Gesamtgruppe keine schlechteren Autofahrer.
•    SUV sind im Unfallgeschehen allgemein nicht auffällig.
•    Bei Unfällen zwischen Pkw und SUV sind die Folgen für den Pkw-Fahrer meist deutlich größer.
•    Zukünftig sollten SUV mit modernen Notbremssystemen ausgestattet werden.
•    Die Crashkompatibilität von SUV muss verbessert werden.

Die Filme der Crashtests sind unter www.youtube.com/unfallforschung zu sehen. Informationen zur SUV-Untersuchung stehen auf www.udv.de.

Ansprechpartner:
Klaus Brandenstein
Abteilung Unfallforschung
Tel.: 030 2020–5883
k.brandenstein@gdv.de



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Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) (www.udv.de) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) (www.gdv.de) forscht und berät seit über 50 Jahren im Dienste der Verbesserung der Sicherheit und der Unfallvermeidung auf Deutschlands Straßen. Sie ist gleichzeitig einer der größten Auftraggeber für universitäre und außeruniversitäre Verkehrssicherheitsforschung. Die drei Fachbereiche "Verkehrsinfrastruktur", "Fahrzeugsicherheit" sowie "Verkehrsverhalten und –psychologie" arbeiten interdisziplinär zusammen. Die UDV pflegt den Austausch mit anderen in der Verkehrssicherheitsarbeit tätigen Institutionen. Die deutschen Versicherer bekennen sich damit ausdrücklich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die Verkehrssicherheit.

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