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Geiz ist geil - und ein Billigversicherer pleite!

Interview mit Dr. Jürgen Cramer, Vorstand der Sparkassen DirektVersicherung



Der Preiswettbewerb bei den Kfz-Versicherern tobt seid vielen Jahren. Nicht ohne gegenseitige Beschuldigungen, denn die Combined-Ratio der meisten Anbieter zeigte ebenfalls Jahr für Jahr, dass es so nicht weitergehen kann. Nun hat es erstmals in Deutschland einen „Billigversicherer“ erwischt. Dass es sich um den Ableger einer höllandischen Gesellschaft handelte, tröstet dabei nicht wirklich. Die HUK und die Sparkassen DirektVersicherung (S-Direkt) „buhlten“ als erste sehr aktiv um die über 50.000 Kunden. Inzwischen melden sich im Grunde alle und bieten „unbürokratische“ Hilfe an. Und obwohl die Pressemeldungen vielen schon zu den Ohren heraushängen: Fakt ist, das die Ineas-Kunden ab dem 1. September neu versichert sein müssen – und vor allem nicht das erst beste Angebot annehmen sollten. Keine Panik, und vergleichen. Das muss die Devise sein. Wir stellten S-Direkt-Vorstand Dr. Jürgen Cramer drei Fragen zur Situation am Markt und worauf die Kunden nun achten müssen.

KURS: Erstmalig ist es in Deutschland mit Ineas zur Pleite eines Kfz-Versicherers mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf Kunden gekommen. Wie beurteilen Sie die Situation?

Jürgen Cramer: In der Tat wurde mit Datum 24.06.2010 die in finanzielle Schwierigkeiten geratene Ineas-Gruppe von der niederländischen Finanzdienstleistungsaufsicht unter Sonderverwaltung gestellt. Der Zwangsverwalter hat alle Verträge mit Wirkung zum 31.08.2010 für beendet erklärt. Der Kunde hat – neben der Suche nach einem neuen Versicherer – insbesondere dann wirtschaftliche Nachteile, wenn Kaskoschäden angefallen sind oder Beiträge vorab gezahlt wurden.

Es ist sicherlich eine Nebenbemerkung wert, dass wir hier übrigens nicht über ein Thema der deutschen Finanzaufsicht sprechen. Die Ineas-Gruppe unterlag – wie bereits gesagt – der niederländischen Finanzdienstleistungsaufsicht.

Die Sparkassen DirektVersicherung hat in dieser für den deutschen Versicherungsmarkt einmaligen Situation für Ineas-Kunden einen Schutzschirm gespannt, der einen schnellen und unkomplizierten Versicherungswechsel ermöglicht. Zudem leistet die S-Direkt in Abhängigkeit von der Zahl der Ineas-Kunden, die zur S-Direkt wechseln, eine Zahlung in die Insolvenzmasse, die u. a. zur Begleichung von Kaskoschäden der Altkunden dienen kann.

KURS: Wie konnte es denn überhaupt zum Problem der Ineas kommen?

JC: Nun, vordergründig zunächst schlichtweg deshalb, weil die Prämien der Ineas zu gering waren. In verschiedenen Presseartikeln war ja bereits kolportiert worden, dass eine kombinierte Schaden-Kosten-Quote von weit über 140 Prozent erwirtschaftet wurde. Auf die Gefahren nicht risikogerechter Tarifierung, auch bei anderen Versicherern, ist in der jüngeren Vergangenheit ja von vielen Marktteilnehmern hingewiesen worden. Nun wurde ein erstes Opfer gefordert.

Steigt man tiefer in die Analyse ein und betrachtet man die strategische Aufstellung von
Ineas und dem einen oder anderen Direktversicherer, so unterliegen manche Unternehmen verschiedenen Trugschlüssen. Zu nennen sind beispielsweise: Die Akquisition im Internet ist einfach und kostengünstig. – Es muss immer billig sein. – Internet bedeutet nicht nur billig, sondern der Auftritt muss auch unter entsprechender No-Name-Marke erfolgen. – Wenn es in der Versicherungstechnik nicht mehr läuft, können Kostenprobleme bei der Erstakquisition durch Cross Selling oder Erträge aus der Kapitalanlage kompensiert werden. – Alle diese Thesen sind grundverkehrt.

KURS: Was macht die Sparkassen DirektVersicherung denn anders als eine Ineas?

JC: Die S-Direkt ist keinem dieser Trugbilder nachgelaufen. Mit unserem 3-S-Konzept (Sparpreise, Service, Sicherheit) stellen wir für den Kunden zwar Preisvorteile dar, diese sind aber immer versicherungstechnisch begründet. Nicht ohne Grund schreibt die S-Direkt seit 2004 schwarze Zahlen.

Neben den Sparpreisen sind Service und Sicherheit wichtige Eckpfeiler. Der Service der S-Direkt wird durch exzellente Kundenzufriedenheitsbefragungen regelmäßig bestätigt. Die Sicherheit der größten deutschen Finanzgruppe spielt nun aktuell vor dem Hintergrund der Ineas-Pleite eine bedeutende Rolle. Der direktvertriebsaffine Kunde schätzt die Möglichkeit beim Markenversicherer „Sparkassen Direkt“ zu einem attraktiven Preis abschließen zu können. Das für 2010 erwartete Beitragswachstum liegt folgerichtig bei 10 Prozent.

Auch für die Zukunft ist die S-Direkt mit ihrer strategischen Positionierung gut aufgestellt: Versicherungstechnisch angemessene günstige Preise unter dem Markenauftritt „Sparkassen Direkt“ mit exzellentem Serviceniveau stellen einen hohen Kundennutzen dar und sichern wirtschaftlich gute Ergebnisse. Es bleibt zu hoffen, dass sich im deutschen Markt Spreu und Weizen möglichst bald voneinander trennen.
  • Autoversicherung der Sparkassen DirektVersicherung AG
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